Bildmotiv: Pixabay | Design: Markus Konopa

Viele Menschen wünschen sich im beruflichen und privaten Kontext ein respektvolles, ehrliches und einfühlsames Miteinander. Du auch?

Wir sind soziale Wesen und fühlen uns wahrgenommen, wenn der Mitmensch uns wirklich zuhört und uns dabei anschaut. Gleichzeitig nehmen wir Signale seines Körpers wahr, die uns bestätigen: ‚Ich bin in diesem Augenblick mit dir verbunden.‘

Die Basis für das wünschenswerte Miteinander ist die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich auf seine Mitmenschen einzulassen. Ob in alltäglichen Situationen oder in immer wiederkehrenden Realitäten, die uns als gegeben erscheinen.

Ich gebe zu, …

es ist oft nicht leicht, mit dem eigenen Gepäck an- sowie innezuhalten und dessen Schwere zu bemerken. Dabei haben wir die Möglichkeit, unsere persönliche Last kurz abzulegen, wenn wir es uns erlauben. Womöglich erfahren dann beide Seiten, dass es für sie bereichernd sein kann, sich auf Augenhöhe zu begegnen und wahrzunehmen.
Außerdem steigt dabei die Chance, sich gehört zu fühlen und Positives sowie Negatives teilen zu dürfen. In diesen Momenten schenken wir beispielsweise ein Stück unserer Freude oder spenden Zuversicht. Zum andern erfahren wir sowohl Verständnis als auch Mitgefühl, was uns gewisse Leichtigkeit verschafft.

Wie so oft, liegt es an der Perspektive, wie wir etwas wahrnehmen und uns dieser Wahrnehmung nach verhalten. Ich freue mich, wenn ich mich dabei erwische, mutig und offen genug zu sein, um innezuhalten oder eine andere Sichtweise einzunehmen.

Jeder von uns …

hat seine Verhaltens- und Kommunikationsmuster, die wir aus den unterschiedlichsten Gründen stets im Gepäck tragen. Manche von ihnen sind hilfreich, andere wiederum wirken sich hemmend oder gar schädlich aus. Gleichzeitig sind sie nicht unantastbar, gar in Stein gemeißelt.
Wir dürfen uns bewusst werden, Neues ausprobieren, lernen und erfahren, damit unsere Chancen auf Respekt, Ehrlichkeit und Einfühlsamkeit steigen. Die Frage dabei ist nicht: ‚Kann ich etwas am Miteinander verändern oder verbessern?‘. Vielmehr ist zu betrachten: ‚Was gewinne ich durch meine Neugier?‘.

Niemand muss …

jeden mögen, dessen Verhalten gutheißen oder gar lieben. Gleichzeitig darf jeder sich seiner Wahrnehmung, seiner Gefühle und Bedürfnisse bewusst werden, um destruktive, entfremdende oder gewaltvolle Kommunikations- sowie Verhaltensmuster zu durchbrechen. Mit dieser Art der Verantwortungsübernahme bereiten wir einen fruchtbaren Boden, um für uns selbst sowie für andere besser sorgen zu können.
Es ist illusorisch zu glauben, dass wir die gesamte Menschheit von Gewalt, Unrecht und Leid befreien könnten, indem wir uns auf solch einen Veränderungsversuch einließen. Dieser Anspruch an uns selbst ist zum Scheitern verurteilt, gleichzeitig darf jeder Willige kleine Schritte gehen und somit bei sich selbst anfangen.

• Wie wäre es, Beobachtungen zu schildern, anstatt zu bewerten oder zu (ver)urteilen?
• Wie wäre es, Gefühle und Bedürnisse zu benennen, anstatt diese sowie die Verantwortung für das eigene Handeln zu leugnen?
• Wie wäre es, konkrete und erfüllbare Bitten zu formulieren, anstatt Forderungen zu stellen?

All das wird uns nicht immer gelingen, gleichwohl werden wir eine Veränderung feststellen, je häufiger wir handeln. Erinnern wir uns, was unsere Kommunikation in der Lage ist zu fördern! Die Bewusstheit darüber erweitert die Möglichkeiten und hat das Potenzial unser Leben zu bereichern, wenn wir bereit sind zu sehen, zu hören und zu fühlen.

Allein weil etwas noch nicht oder nur selten gelingt, zu sagen, es sei partout unmöglich, ist bequem. Dabei sind Schritte es wert, wiederholt und gegangen zu werden, um zu entdecken und Entwicklung zu fördern.
Wenn wir als Kinder uns stets der Neugier, Beharrlichkeit und Ausdauer verweigert hätten, bliebe uns das Laufen bis heute fremd.

Die Erinnerung …

an unsere Erfolge unterstützte uns schon damals beim Dranbleiben und Verbessern von Fähigkeiten. Wieso nicht in gleicher Weise heute? Denken wir doch an das Aufstehen nach dem Hinfallen, sowie an das lernwillige Ausprobieren und die ausdauernden Wiederholungen, die wir etliche Male vollzogen haben.

• Möchtest du unzählige Gründe suchen für das ‚Nicht-verändern-Können, -Wollen gar – Dürfen?
• Oder bist du hinreichend mutig und offen, um neue Erfahrungen zu sammeln und Lebendigkeit zu finden, im wertschätzenden Miteinander sowie Mit-sich-selbst?

Bleibe neugierig auf dich und andere!

Markus

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